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FAQ

Folgende Fragen erreichen uns zum Thema Lehmputz:

Auf welchen Untergründen kann Lehm-Unterputz aufgetragen werden?
Lehm-Unterputz eignet sich für die meisten mineralischen Untergründe wie Ziegel, Kalksandstein, Lehmbauplatten oder Beton, ebenso auf Holzuntergründen mit geeignetem Putzträger (z. B. Schilfrohrmatte , Haftgrund). Lehm-Unterputz benötigt einen trockenen, sauberen, tragfähigen sowie ausreichend rauen und saugfähigen Untergrund.
Gibt es einen Unterschied zum Gipsspachtel?
Der Lehm-Flächenspachtel ist nass korrigierbar, hautschonend und hat mehr Wirkung im Raum. Eine natürliche Materialqualität, die sehr gute Verarbeitbarkeit, lange Verarbeitungszeiten und im Ergebnis ein angenehmeres Raumgefühl sprechen eindeutig für den Lehm-Flächenspachtel.
Ist der Lehm-Flächenspachtel schleifbar?
Ja, der Lehm-Flächenspachtel kann nach vollständiger Trocknung geschliffen werden. Die Oberfläche kann bis zur Qualitätsstufe Q4 geschliffen werden. Dabei entsteht keine sterile Perfektion, sondern eine fein nuancierte, lebendige Oberfläche, die den Charakter des Materials sichtbar macht. Danach muss die Fläche sorgfältig entstaubt werden.
Ist Lehm-Unterputz feuchtigkeitsempfindlich?
Lehmputz reagiert grundsätzlich empfindlich auf dauerhafte Feuchtebelastung und ist nicht für Spritzwasserbereiche oder ständig feuchte Mauerwerke geeignet. Für normale Wohnräume, auch mit zeitweise höherer Luftfeuchtigkeit (z. B. Schlafzimmer, Küche), ist er dagegen ideal für eine Optimierung der Raumluftfeuchte.
Kann der Lehm-Klebe- und Armierungsmörtel zum Kleben von Innendämmplatten genutzt werden.
Ja, auch zum Kleben von Innendämmplatten ist der Lehm-Klebe- und Armierungsmörtel sehr gut geeignet. Der Lehm-Klebe- und Armierungsmörtel wird mit einer 8er Zahnkelle auf die Dämmplatte aufgezogen und dann die Innendämmplatte an der Wandfläche positioniert. Dabei wird die Platte leicht in die Klebeschicht gedrückt bzw. gerieben.
Kann Lehm-Unterputz auch als fertige Wandoberfläche stehen bleiben?
Lehm-Unterputz ist als Grundlage für den Oberputz (z. B. Lehm-Edelputz, Lehm-Feinputz) konzipiert und in der Regel nicht als sichtbare Endoberfläche gedacht. Er kann aber für die individuelle Gestaltung auch sehr gut als Finish hergestellt werden. In diesen Fällen wird er abschließend dezent geglättet und die Zuschläge (Fasern) frei gewaschen.
Kann man Lehm-Edelputze der verschiedenen Farbtöne mischen?
Alle Farbtöne vom Lehm-Edelputz lasen sich miteinander mischen. So kannst Du z.B. mit dem Lehm-Edelputz edelweiss andere, dunklere Farbtöne aufhellen. Aber Du kannst auch ganz neue Farbtöne kreieren. Es ist auch möglich, mit dem Farbton edelweiss und einer Zugabe von Pigmenten niht in der Farbpalette enthaltene Farbtöne zu mischen.
Mit welchem Werkzeug wird der Lehm-Edelputz aufgetragen?
In den meisten Fällen trägt man den Lehm-Edelputz mit einer Putzkelle auf. Bei kleinen Flächen genügt ein Feinputzglätter. Wir empfehlen die japanischen Lehmputzkellen; diese sind leicht, flexibel und lange haltbar. Bei großen Wandflächen ist es auch sehr gut möglich, den Lehm-Edelputz mit einer Putzmaschine aufzutragen.
Muss der Lehm-Edelputz abschließend verrieben werden?
Es gibt viele Möglichkeiten, das Finish eines Lehm-Edelputzes herzustellen. In den meisten Fällen wird der Lehm-Edelputz mit einem feinen Schwammbrett abgerieben. Dabei werden alle beim Auftrag entstandenen Unsauberkeiten und Kellenspuren beseitigt. Die Oberfläche erhält eine feine Struktur mit sichtbarem Korn. Eine weitere Möglichkeit ist es, nach dem Anziehen der zweiten Putzlage die Putzfläche mit dem Feinputzglätter nochmals durch zu glätten. Hierbei entsteht eine glatte aber matte Oberfläche.
Was ist der Unterschied zwischen Lehm-Edelputz und Lehm-Feinputz?
Wie der Name schon sagt, ergibt der 'Lehm-Edelputz' eine hochwertigere, edlere Oberfläche. Der Lehm-Feinputz ist etwas grober, wird ebenfalls zweilagig Nass-In-Nass aufgetragen und hat eine Auftragsstärke von ca. 3mm. Der Lehm-Feinputz wird in den meisten Fällen noch mit Lehmfarbe gestrichen (2 Anstriche); er erfordert also noch weitere Arbeitschritte bis zur fertigen Oberfläche. Der Lehm-Feinputz dient auch als Lehm-Oberputz-Lage für ein noch feineres Lehm-Edelputz-Finish. Wenn Du die Armierungseinbettung mit dem Lehm-Klebe- und Armierungsmörtel nicht ganz so sauber ausgeführt hast, kann man mit dem Lehm-Feinputz hier sehr gut korrigieren.
Welche Farbe eignet sich auf Lehmputz?
Auf Lehmputz sollten diffusionsoffene Farben verwendet werden, zum Beispiel die conluto Lehmfarbe. Dichte Dispersionsfarben können die feuchteregulierende Wirkung des Lehmputzes einschränken.
Wie dick wird der Lehm-Edelputz aufgetragen?
Der Lehm-Edelputz ist ein Feinputz und wird zweilagig Nass-In-Nass aufgetragen. Dadurch erzielt man eine Auftragsstärke von 2mm.
Wie dick wird eine Lehm-Unterputzschicht aufgetragen werden?
Lehm-Unterputz wird üblicherweise in einer Schichtstärke von ca. 10–20 mm aufgetragen. Bei größeren Unebenheiten oder als Ausgleichsschicht wird er mehrlagig verarbeitet.
Wie lange muss Lehm-Unterputz vor der nächsten Schicht trocknen?
Die Trocknungszeit hängt von Schichtstärke, Raumklima und Luftfeuchtigkeit ab. Als Richtwert gilt: je 1 mm Schichtstärke etwa 1 Tag Trocknungszeit. Vor dem Auftrag des Ober- oder Feinputzes sollte der Unterputz sichtbar durchgetrocknet (hell, keine dunklen Stellen mehr) sein.
Wie schnell muss der angerührte Lehm-Flächenspachtel verarbeitet werden?
Der angerührte Lehm-Flächenspachtel hat eine sehr lange Verarbeitungszeit. Abgedeckt, am besten in einem verschlossenen Eimer lässt sich dieser mehrere Tage lagern und weiterverarbeiten.
Wie wird der Lehm-Feinputz bearbeitet?
Nach dem Anziehen wird die Fläche mit einem leicht angefeuchteten Schwamm- oder Filzbrett gleichmäßig bearbeitet. Dadurch entsteht eine feine, lebendige Struktur. Zu viel Wasser kann die Oberfläche aufweichen und sollte vermieden werden.
Wie wird der Lehm-Klebe- und Armierungsmörtel aufgetragen?
Das Auftragen des Lehm-Klebe- und Armierungsmörtels mit einer Zahnkelle mit 8er Zahnung hat sich am besten bewährt. Der Lehm-Klebe- und Armierungsmörtel wird in Bahnbreite des Armierungsgewebes mit der Zahnkelle aufgezogen und das Armierungsgewebe direkt in den frischen Mörtel eingerieben bzw. eingebettet. Das Armierungsgewebe wir mit einer Überlappung der Bahnen von min. 10cm eingebettet.
Wieviel Lehm-Edelputz benötige ich pro m²?
Pro m² zu verputzende Fläche rechnet man mit ca. 2,8kg Lehm-Edelputz. Mit einem 25kg Sack kann st Du also ca. 9m² Fläche verputzen.
Wofür kann man den Lehm-Flächenspachtel einsetzen?
Lehmspachtel schafft feine, glatte Wand- und Deckenflächen im Innenbereich. Er gleicht kleine Unebenheiten aus und überarbeitet tragfähige Untergründe dünnlagig. Das Ergebnis sind ruhige, mineralische Oberflächen mit natürlicher Haptik.
Wofür nutzt man den Lehm-Feinputz?
Lehm-Feinputz ist eine feinkörnige Schlusslage für Innenwände und Decken. Er erzeugt je nach Bearbeitung geriebene, geschwämmte oder geglättete Oberflächen. Anschließend kann er sichtbar bleiben oder mit Lehmfarbe gestaltet werden.
Wofür wird Lehm-Unterputz verwendet?
Lehm-Unterputz ist die Basis für einen Lehmputzaufbau an Deinen Innenwänden. Er gleicht Unebenheiten aus und bereitet die Fläche für den anschließenden Ober- oder Feinputz vor.

Das interessiert unsere Kunden zu den Wandfarben:

Auf welchem Untergrund kann ich Kalkfarbe verwenden?
Kalkfarbe eignet sich besonders gut für mineralische, saugfähige Untergründe wie Kalk-, Kalkzement- oder Lehmputze sowie Naturstein und unbehandeltes Mauerwerk. Nicht geeignet ist sie auf dispersionsbeschichteten, kunststoffhaltigen oder stark glänzenden Untergründen, da hier die notwendige Verkieselung mit dem Untergrund nicht stattfinden kann; dann ist in jedem Fall ein Haftgrund erforderlich. Bei stark saugenden Untergründen empfehlen wir einen AURO Tiefengrund.
Mit welchem Werkzeug trage ich Kalkfarbe am besten auf?
Klassisch wird Kalkfarbe mit einer Kalk- oder Rundbürste im Kreuzgang aufgetragen, wodurch der typisch lebendige, wolkige Farbverlauf entsteht. Alternativ ist auch das Auftragen mit einer kurzflorigen Farbrolle möglich, allerdings wirkt das Ergebnis dann gleichmäßiger und weniger charakteristisch.
Muss befallener Putz immer komplett entfernt werden?
Das hängt vom Ausmaß des Schadens ab und sollte im Zweifel von einem Sachverständigen beurteilt werden. Leichte Feuchte- und Schimmelschäden lassen sich mit dem beschriebenen Drei-Schritte-System behandeln; bei größeren Schäden müssen befallene Materialien entfernt werden. Feuchteanfällige Baustoffe wie gips- oder zementhaltige Putze sowie Gipskarton und Porenbeton sind für bauphysikalisch anspruchsvolle Außenwände grundsätzlich ungeeignet.
Muss ich die Kalkfarbe vor dem Auftragen verdünnen?
Nicht grundsätzlich. Kalkfarbe wird meist in mehreren Schichten mit unterschiedlichem Verdünnungsgrad aufgetragen. Der erste Anstrich kann verdünnt bei stark saugenden oder farblich dunklen Untergründen als Grundierung aufgetragen werden. So wird eine gute Saugfähigkeit und Haftung erzielt, während die Folgeanstriche eher verdünnt aufgetragen werden.
Sollte man schimmelbefallene Tapete entfernen?
Ja – der Schimmelpilz setzt sich direkt im Tapetenmaterial fest, und sowohl Tapete als auch Kleister bieten reichlich Nährstoffe für weiteres Wachstum. Es empfiehlt sich, die Tapete zu entfernen und idealerweise künftig ganz darauf zu verzichten.
Warum wirkt die Kalkfarbe nach dem Auftragen fleckig oder ungleichmäßig?
Das ist bei Kalkfarbe normal und Teil ihres natürlichen, lebendigen Charakters. Der endgültige Farbton zeigt sich erst nach dem Antrocknen der Farbe bzw. nach vollständiger Carbonatisierung, die je nach Witterung mehrere Tage dauern kann. Wolkige Effekte und leichte Schattierungen sind typisch für mineralische Kalkanstriche und kein Mangel.
Welche gesundheitlichen Risiken birgt Schimmel in Innenräumen?
Über die Raumluft freigesetzte Schimmelsporen können bei erhöhter Konzentration allergische Reaktionen an Nase, Rachen und Bronchien auslösen – etwa Schnupfen, Atemnot oder Kopfschmerzen, teils begleitet von Husten und geschwollenen, juckenden Augen. Manche Pilzarten bilden zudem luftübertragene Giftstoffe, die die Atemwegsschleimhäute reizen, das Immunsystem belasten und Lungenentzündungen begünstigen können.
Welche Wandfarbe eignet sich bei Schimmelbefall am besten?
Kalkfarbe ist durch ihren hohen pH-Wert, ihre Alkalität und ihre schimmelhemmende Wirkung die ideale Wahl. Besonders bewährt haben sich wenig bis gar nicht vergütete Sumpfkalkfarben.
Wie entsteht Schimmel an Wänden?
Auf kalten Wandoberflächen kondensiert die Feuchtigkeit aus der Raumluft. Nährstoffe aus Tapeten und kunstharzhaltigen Beschichtungen begünstigen zusätzlich das Wachstum von Schimmelpilzen.
Wie funktioniert das AURO Pur-San3 System gegen Schimmel?
Das System besteht aus drei aufeinander abgestimmten Schritten: Zuerst wird der Schimmel mit dem chlorfreien Schimmel-Entferner (Nr. 412) aufgesprüht, mindestens eine Stunde einwirken gelassen und dann abgewischt. Anschließend wird der Schimmel-Stopp (Nr. 413) auf wischfesten Oberflächen wie Fliesen, Holz oder Kunststofffenstern aufgetragen. Zum Abschluss sorgt die Anti-Schimmel-Farbe (Nr. 327) dank ihres hohen pH-Werts für dauerhaften vorbeugenden Schutz.
Wie viele Anstriche sind bei Kalkfarbe notwendig?
In der Regel sind ein bis zwei Anstriche erforderlich, um eine deckende und gleichmäßige Fläche zu erhalten. Da Kalkfarbe durch Carbonatisierung (Reaktion mit Luft-CO₂) aushärtet und nicht durch reines Trocknen, ist zwischen den Anstrichen eine ausreichende Wartezeit von meist 12–24 Stunden einzuhalten. Nutzt man als Untergrundvorbereitung eine weiße Grundierung (AURO Haftgrund Nr. 505), welche bereits leicht deckend ist, genügt meist nur ein Anstrich.